Neue Fachkräfte an Bord

NRW bewegt seine Kinder

„Wir gehen an Bord, Leinen los…“ So lautete das Motto des Einführungsseminars für die ersten 27 Fachkräfte der Verbände und Bünde, die im Rahmen des Programms „NRW bewegt seine Kinder“ eingestellt worden sind. Das Seminar fand Mitte August in der Willi-Weyer Sportschule in Hachen statt. Dieser Slogan macht deutlich worum es geht: Das Programm soll mit voller Fahrt voraus in die Schulen, Kindergärten und Sportvereine gebracht werden. Dafür braucht es eine schlagkräftige Mannschaft.

In dem viertägigen Seminar bereiteten sich die Neuen auf ihre Stelle vor. Neben den Grundlagen, die für die Orientierung in dem Programm wichtig sind, machten sie sich mit den Strukturen des Landessportbundes und der Sportjugend NRW vertraut.

Vielfältiges Aufgabenprofil

Kerstin Sorhagen, LSB-Referentin des Programms: „Wir wollen ein Wir-Gefühl im Verbundsystem des NRW-Sports erzeugen und gleichzeitig alle auf einen Wissensstand bringen.“ Dies kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Dementsprechend gab es neben dem theoretischen Rahmen z. B. Raum für gemeinsame sportliche Aktivitäten. Die Fachkräfte sollten sich untereinander kennenlernen und erste Kontakte für eine Zusammenarbeit knüpfen.

Die Erfahrungen und Kenntnisse der neuen hauptberuflichen Mitarbeiter bei den Mitgliedsorganisationen sind weit gefächert. Es gibt die Neueinsteiger, die bisher wenig in den Strukturen des organisierten Sports gearbeitet haben. Ebenso vertreten sind diejenigen, die auf eine langjährige Erfahrung sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit als auch in der Arbeit in einem Sportverband oder -bund zurückgreifen können.

Das Aufgabenprofil der insgesamt 58 ausgeschriebenen halben Stellen ist vielfältig. Im Zentrum steht z. B. die Anbahnung, Unterstützung und Absicherung von Kooperationen zwischen Sportvereinen und den örtlichen Bildungsinstitutionen. Auch das Netzwerkmanagment in internen und externen Bezügen der eigenen Organisation, im Verbundsystem des Sports sowie mit den Partnern aus dem Bildungssystem steht ganz oben auf der Agenda. Den neuen Fachkräften wurden in Hachen bewährte Techniken und Methoden der Projektplanung und -durchführung an die Hand gegeben.

Hohe Motivation

Im weiteren Verlauf galt es, diese in unterschiedlichen Bereichen in die Praxis umzusetzen. So beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines Förderprogramms für Sportvereine und Kindertagesstätten. Das Ziel: alle Beteiligten sollten für eine lohnende Kooperation gewonnen werden, um so den Kindern die Erschließung des Spiel,- Sport- und Bewegungsangebots zu ermöglichen. Die Gruppenarbeit führte zu der Idee, ein einwöchiges Sportkarussell mit täglich wechselnden Sportangeboten in verschiedenen Vereinen zu entwickeln.

„Das Seminar in Hachen hat gezeigt, dass die Fachkräfte mit einer hohen Motivation und Einsatzbereitschaft in das Programm starten. Das ist ein positives Signal für eine erfolgreiche Umsetzung. Wir werden Hilfestellungen durch einen regelmäßigen Austausch untereinander bieten und sichern die enge Begleitung durch die Sportjugend NRW zu“, sagt Rainer Ruth, kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der Sportjugend NRW.

In den kommenden Ausgaben der „Wir im Sport“ werden einige neue Fachkräfte im Porträt vorgestellt und über ihre Arbeit in den Verbänden und Bünden berichtet.

Text: Birte Feyerabend, Peer-Boris Weichsel
Fotos: Andrea Bowinkelmann

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